ATEX verstehen
ATEX steht für ATmosphères EXplosibles. Ob ATEX-Anforderungen gelten, hängt von der Installationsumgebung und dem Vorhandensein einer potenziell explosionsfähigen Atmosphäre ab.
Eine ATEX-Ausrüstung ist nur dort erforderlich, wo eine Anlage für den Betrieb in einem ATEX-klassifizierten Bereich vorgesehen ist. Die anzuwendende Kategorie wird durch die für die Anlage festgelegte Zoneneinteilung bestimmt.
Unabhängig vom verwendeten Kältemittel besteht ein wesentliches Ziel der Anlagenauslegung darin, die Bildung potenziell explosionsfähiger Atmosphären zu verhindern.

ATEX-Grundlagen
Eine Explosion kann nur auftreten, wenn ein Brennstoff, Sauerstoff und eine Zündquelle gleichzeitig vorhanden sind.
Wird eines dieser Elemente entfernt, kann keine Explosion auftreten. Das vorrangige Ziel besteht darin, die Bildung einer potenziell explosionsfähigen Atmosphäre zu verhindern. Wo dies nicht vollständig vermieden werden kann, konzentriert sich der Explosionsschutz auf die Beseitigung wirksamer Zündquellen.

ATEX Zonen
Die ATEX-Zoneneinteilung für Gase und Dämpfe beschreibt, wie häufig in einem Bereich eine explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann – also ein Gemisch aus Luft mit brennbarem Gas, Dampf oder Nebel.
- Zone 0 kennzeichnet Bereiche, in denen eine explosionsfähige Atmosphäre dauerhaft, über lange Zeiträume oder häufig vorhanden ist.
- Zone 1 umfasst Bereiche, in denen sie im Normalbetrieb gelegentlich auftreten kann, typischerweise im Umfeld möglicher Freisetzungsstellen wie Entlüftungen, Flansche oder Dichtstellen.
- Zone 2 beschreibt Bereiche, in denen im Normalbetrieb üblicherweise keine explosionsfähige Atmosphäre zu erwarten ist; tritt sie dennoch auf, ist dies selten und nur kurzzeitig – meist im Zusammenhang mit Störungen oder unbeabsichtigten Leckagen.

Brennbares Kältemittel ≠ ATEX
Die Verwendung eines brennbaren Kältemittels allein erfordert nicht automatisch ATEX-Ausrüstung.
Bei der Verwendung brennbarer Kältemittel ist die Vermeidung von ATEX-Zonen ein wesentliches Ziel. Kältemittelfüllmenge, Leckageerkennung, mechanische Belüftung und Installationsort sind wichtige Aspekte der Planung.
Bei Innenraumanwendungen muss die Kältemittelfüllmenge im Rahmen der Risikobeurteilung stets in Bezug auf das Raumvolumen und weitere Kriterien, wie beispielsweise den Zugangsbereich, bewertet werden.
Die in der Abbildung dargestellte maximale Kältemittelfüllmenge basiert auf der Brennbarkeit des Kältemittels, in diesem Fall auf der Brennbarkeitsklasse 3.
