Einbindung in den Kältekreislauf

Dimensionierung der Rohre

Die Sauggasleitungen müssen sorgfältig dimensioniert werden. Minimale Gasgeschwindigkeiten müssen auch bei Teillastbetrieb eingehalten sein, um die Ölrückführung sicherzustellen. Als Richtwerte gelten 4 m/s in waagrechten und 8 m/s in senkrechten Rohrleitungen. Dies muss jedoch für jede Anlage individuell geprüft werden.

Rohrführung

Um eine konstante Ölrückführung sicherzustellen, müssen Steigleitungen sowohl auf der Sauggasseite als auch auf der Druckgasseite vielfach in zwei getrennte Abschnitte aufgeteilt werden. Die Rohrleitungen sind dann so führen, dass sich bei Teillast eine der beiden Leitungen mit einer Ölsäule verschließt und das Gas nur durch die andere Leitung fließt. Diese Leitung muss so bemessen sein, dass die erforderliche Mindestgeschwindigkeit zur Ölrückführung nicht unterschritten wird.

Bei Anlagen mit mehreren Verdampfern oder Verdampferabschnitten, die durch Magnetventile abgesperrt werden können, dürfen die einzelnen Sauggasleitungen erst nach evtl. vorhandenen Steigleitungsstrecken in einer gemeinsamen Leitung zusammengeführt werden. Bei weitverzweigtem Rohrnetz empfiehlt sich zudem für Normal- und Tiefkühlanlagen ein zusätzlicher Ölabscheider.

Verdampfer und Expansionsventil

Sowohl im Vollast- als auch Teillastbereich muss eine ausreichend hohe Überhitzung und ein stabiler Betrieb gewährleistet sein. Je nach Verdampferbauart und Leistungsbereich kann daher eine Aufteilung in mehrere Kältemittelkreisläufe nötig sein. Jeder Kreislauf erhält sein eigenes Expansions- und Magnetventil und lässt sich mit entsprechender Steuerung an den jeweiligen Lastzustand anpassen.

Parallelverbund