Anlagenregelung bei Verdichtern mit Leistungsregelung

Steuergerät

Die Leistungsregler werden in der Regel in Abhängigkeit von Druck, Temperatur oder relativer Feuchte angesteuert. Für eine hohe Regelgenauigkeit empfiehlt sich ein mehrstufiger Druck-, Temperatur- oder Feuchteregler. Er muss so justiert werden, dass Pendelbetrieb vermieden wird.

Eine Belastungsänderung hat eine relativ schnelle Saugdruckänderung zur Folge. Aufgrund der Speicherwirkung des Verdampfers resultiert jedoch nur eine relativ langsame Temperaturänderung.

Eine Belastungsänderung hat eine relativ schnelle Saugdruckänderung zur Folge. Aufgrund der Speicherwirkung des Verdampfers resultiert jedoch nur eine relativ langsame Temperaturänderung.

Regeldifferenz für Ein- und Ausschalten des Verdichters

Die Regeldifferenz für Ein- und Ausschalten des Verdichters muss größer sein als die zur Ansteuerung der Leistungsregler. Es empfiehlt sich, die Schalthäufigkeit des Verdichters zusätzlich mit einem Zeitrelais zu begrenzen.

Abweichungen vom Sollwert minimieren

Die CRII Leistungsregler können mit deutlich höherer Schaltfrequenz angesteuert werden als die CR Leistungsregler - damit lässt sich die gesamte Anlage genauer regeln. Vor allem bei Anlagen mit einem Parallelverbund von Verdichtern ist dies vorteilhaft. Die zulässigen Abweichungen vom Sollwert (z.B. Saugdruck oder Temperatur) können dabei in einem engen Bereich geführt werden.

Mit der CRII Leistungsregelung lassen sich Abweichungen vom Sollwert minimieren: Qualitative Verläufe des Saugdrucks und der Raumtemperatur (verschiedene Methoden als Funktion der Zeit).

Auch relativ schnelle oder steile Veränderungen der Betriebsparameter lassen sich durch Ansteuerung der Leistungsregler korrigieren, die Leistung lässt sich eng an den Kälte-/Wärmebedarf der Anlage anpassen. Saugdruckschwankungen werden so auf ein Mindestmaß begrenzt und die Raumtemperatur auf einem stabileren Niveau gehalten.

Anlagen mit nur einem Verdichter

Durch den großen Regelbereich können unter Umständen starke Saugdruckschwankungen auftreten. Dies betrifft insbesondere Anlagen mit geringer Kältemittelfüllung und / oder elektronischem Expansionsventil. Leistungsregelung unterhalb ca. 30% der Restleistung muss in solchen Anlagen sehr genau geprüft werden.

Anlagen mit mehreren Verdampfern

Eine Belastungsänderung der Anlage hat eine relativ schnelle Saugdruckänderung zur Folge. Aufgrund der Speicherwirkung des Verdampfers bzw. der zu kühlenden Waren ändert sich die Temperatur jedoch nur relativ langsam. Deshalb muss der Anlagenregler so eingestellt werden, dass Pendelbetrieb vermieden wird.

Pendelschutz

Die Leistungsanforderung kann direkt von Kältebedarf oder Saugdruck abhängig geschehen. Dabei sollten die Magnetventile der Leistungsregelung jeweils mind. 5 s offen und mind. 5 s geschlossen sein. Darüber hinaus sind keine festen Taktzyklen für die Leistungsregler erforderlich. Alternativ kann die Schaltdifferenz des Reglers für eine Leistungsänderung auf einen Wert eingestellt werden, der diese Mindestzeiten garantiert.
Dieses Konzept variabler Ansprechzeiten, das bewusst auf voreingestellte Taktzeiten verzichtet, wirkt längerfristigem Pendeln der Anlage entgegen.