Vorschlag zur Regulierung von PFAS und TFA

Im Juli 2021 wurde ein "Registration of Intent" (RoI) zur EU-Chemikalienverordnung 1907/2006 REACH eingereicht. Darin wird die Absicht erklärt, ein Dossier (einen Bericht zur Dokumentation der Schädlichkeit) zu vielen fluorierten Kohlenwasserstoffen zu erarbeiten. Das Dossier soll im Januar 2023 vorliegen. Ab der Veröffentlichung des Dossiers können Personen, Firmen und Verbände noch einige Monate lang Stellung nehmen. Mögliche Regelungen in REACH könnten ab 2025 gelten.

Das RoI geht von 5 nationalen europäischen Chemikalienbehörden aus. Es umfasst in der Definition alle Stoffe mit voll fluorierten Kohlenwasserstoffgruppen, also Mittelgruppen CF2 und Endgruppen CF3. In Summe geht es um 4000 .. 10000 Stoffe.

Diese Stoffe sind entweder selbst in der Umwelt persistent, also sehr dauerhaft, oder bilden persistente Verbindungen als Abbauprodukte in der Umwelt. Ein Abbauprodukt aus vielen Kältemitteln ist Trifluoressigsäure oder Trifluorazetat (TFA). Dieser Stoff wird mit Regen aus der Atmosphäre gewaschen, wenn er in entsprechender Höhe aus Gasen entstanden ist. Er ist in der Umwelt sehr stabil und kann den Stoffwechsel in Organismen stören.

Für die Kältetechnik kann es durch Verbote dieser Stoffe in mehreren Bereichen schwierig werden:

Eine Einstufung dieser Stoffe als besorgniserregend in REACH kann zum Verbot der Anwendung, zu erheblicher Begrenzung des Einsatzes oder zu strengen Anforderungen an die Nutzer führen. Vorrangig streben die Autoren des RoI Verbote an.

Diese zusätzliche Regelung von Kältemitteln unter REACH kann die technischen Möglichkeiten der Kältetechnik zur Erfüllung der Forderungen der F-Gase-Verordnung wesentlich einschränken.

Quellen:

Substance Information - ECHA (europa.eu)

Registry of restriction intentions until outcome - ECHA (europa.eu)